Beim Umbau des ehemaligen Mädchenschulhauses beim Kloster Appenzell entstehen vier neue Wohnungen. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der Wiederverwendung der historischen Dielenböden.
Die Bodenbretter wurden sorgfältig demontiert, damit möglichst keine Schäden entstehen. Anschliessend wurden sie in der Sägerei Gonten auf eine einheitliche Stärke zugeschnitten und vorbereitet. In der Schreinerei Daniel Zürcher AG erfolgte die sorgfältige Sortierung und Zuordnung zu den einzelnen Räumen, bevor die Böden wieder auf der Baustelle verlegt wurden.
Nach einem leichten Schliff – bewusst nur so stark wie nötig, um die bestehende Patina zu erhalten – wurden die Böden gereinigt und mehrfach mit natürlicher Seife behandelt.
Das Projekt zeigt, dass nachhaltiges Bauen nicht immer bedeutet, Neues einzusetzen. Holz ist ein langlebiger und nachwachsender Baustoff, der bei sorgfältigem Umgang über Generationen hinweg genutzt werden kann. Mit der Wiederverwendung der historischen Dielen bleibt nicht nur wertvolle Bausubstanz erhalten, sondern auch ein Stück Geschichte des Gebäudes.